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Friedrich Wilhelm Kleukens Gebrauchsgraphik und Buchkunst am Beginn des 20. Jahrhunderts

05.05.2007
19.08.2007

Ausstellungsgebäude

Die Ausstellung

Es ist heute nur noch Wenigen bekannt, dass von der Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch wesentliche Impulse zur Erneuerung der Gebrauchsgraphik und Buchkunst ausgegangen sind. Eine Schlüsselrolle spielte dabei Friedrich Wilhelm Kleukens (1878-1956), der jene vielfältige Begabung besaß, die so typisch für die Generation der Jugendstil-Künstler ist. Treffsicherer Humor und Witz zeichnen etwa die Werbeästhetik von Kleukens aus, der über Jahre hinweg die Reklame für den damals äußerst erfolgreichen Klebstoff „Syndetikon“ entwarf. Auch die einfallsreichen Entwürfe für private und geschäftliche Drucksachen machten den Maler, Graphiker und Illustrator bald nach seiner Ausbildung über die Grenzen Berlins hinaus bekannt. Ab 1903 lehrte er an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. 1906 wurde Kleukens dann an die Künstlerkolonie nach Darmstadt berufen. Er leitete dort von 1907 bis 1914 die vom Großherzog gegründete Ernst Ludwig Presse, die mit ihren künstlerisch und handwerklich vorbildlichen Drucken die Wiederbelebung der Buchkunst vorantrieb. Exemplarisch veranschaulicht das Werk von Kleukens die Entwicklung auf dem Gebiet der modernen Druckerzeugnisse hin zu sachlicheren und beruhigteren Formen, wie sie etwa vom Deutschen Werkbund ab 1907 gefordert wurden.

Die Ausstellung zeigt zahlreiche, größtenteils noch nie öffentlich präsentierte Entwürfe, Illustrationen, Privat- und Werbedrucksachen von Kleukens sowie kostbare Drucke der Ernst Ludwig Presse.

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