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Ernst Ludwig Kirchner als Architekt

02.10.2011
08.01.2012

Ausstellungsgebäude

Bilder der Ausstellung

  • Kirchner Architekt 1 Willkommen auf der Mathildenhöhe! Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Prof. Dr. Herbert Beck, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Ralf Beil, Direktor des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt und seine Familie empfangen die Vernissagegäste (von links). Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 2 Expressionistisches Wiedersehen: Ingeborg Henze-Ketterer, Nachlassverwalterin Ernst Ludwig Kirchners, Privatsammler Prof. Hermann Gerlinger und Dr. Wolfgang Henze vom Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Bern (von links). Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 3 Prof. Dr. Herbert Beck, ehemals Chef des Städel-Museums und aktuell Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, und Dr. Ralf Beil, Direktor des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt, freuen sich über den sensationellen Fund der Architekturzeichnungen von Ernst Ludwig Kirchner. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 4 „Gesamtkunstwerk Expressionismus“, „Faszination Kirchner“, „Ernst Ludwig Kirchner als Architekt“ – Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, fasst Darmstadts Beiträge zur Entdeckung neuer Facetten des weltberühmten Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner zusammen. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 5 Volles Haus – Hunderte Vernissagebesucher sind neugierig auf Kirchner vor Kirchner. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 6 Die erste Reihe ist prominent besetzt: Dr. Wolfgang Henze vom Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Bern, Prof. Dr. Herbert Beck, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Sabine Beil und Dr. Ralf Beil, Direktor des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt, Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Prof. Hermann Gerlinger, Privatsammler, Ruth Wagner, Staatsministerin a.D. und Kuratoriumsvorsitzende des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, und Dr. Inge Lorenz, Leiterin des Kulturamtes der Wissenschaftsstadt Darmstadt (von links). Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 7 Ernst Ludwig Kirchner in der Welt so bekannt zu machen wie Picasso – diese Aufgabe nimmt Dr. Wolfgang Henze vom Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Bern, sehr ernst. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 8 Traute Zweisamkeit: die Ausstellungskuratorin Katharina Siegmann, M.A., und Ingeborg Henze-Ketterer, Nachlassverwalterin Ernst Ludwig Kirchners. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 9 Die ersten Besucher betrachten die ambitionierten Baupläne und virtuosen Architekturzeichnungen des jungen Ernst Ludwig Kirchner. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 10 Wie haben Sie diese Werke entdeckt? - Dr. Inge Lorenz, Leiterin des Kulturamtes der Wissenschaftsstadt Darmstadt, will es persönlich von Dr. Ralf Beil, Direktor des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt, wissen. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 11 Dr. Albrecht von Kalnein, Stellvertretender Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, mit seiner Gattin Charlotte von Kalnein, und der Pressesprecherin des MARTa Herford, Gwendolin Ross, vor den geometrischen Studien Ernst Ludwig Kirchners. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 12 Zu Besuch in „Papas Turm“ – Zoë Antonia und Geraldine Maya Beil, die Töchter des Direktors Dr. Ralf Beil, begleitet von Helmut Biskup. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 13 Eine Mietvilla mit karminrotem Dach und ovalen Fenstern – wie gemacht für die Mathildenhöhe. Besucher entdecken Jugendstileinflüsse in den Architekturentwürfen von Ernst Ludwig Kirchner. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 14 Immer im Einsatz: der Verwaltungsleiter des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt, Ulli Emig, und der Grafiker Tim Späth. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt
  • Kirchner Architekt 15 Kirchner inspiriert: Der Fotograf Marcus Kaufhold fertigt ein künstlerisches Porträt von Marianne Durth. Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt

Die Ausstellung

Kirchner vor Kirchner: Die Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner als Architekt zeigt die frühesten Werke des späteren Expres-sionisten von Weltrang. Bevor Ernst Ludwig Kirchner als Maler, Grafiker und Bildhauer des Expressionismus weltberühmt wurde, studierte er – bis dato kaum bekannt – Architektur. Die ambitionierten Baupläne und virtuosen Architekturzeichnungen des jungen Ernst Ludwig Kirchner aus seiner Studienzeit in Dresden und München werden nun erstmals umfassend vorgestellt. Rund ein Zehntel des gesamten architektonischen Oeuvres ist zum ersten Mal überhaupt zu sehen. Die Mathildenhöhe Darmstadt schöpft dabei aus einem reichen Konvolut an Arbeiten aus den Jahren 1901 bis 1905 im Nachlass Kirchner, das durch wesentliche Leihgaben deutscher und Schweizer Museen und Kulturinstitutionen ergänzt wird.

Ernst Ludwig Kirchner ist der einzige der vier Architektur-studenten und späteren Brücke-Künstler mit einem veritablen Korpus an Architekturarbeiten zwischen Historismus, Jugendstil und früher Moderne. Seine Entwürfe reichen von aufwendigen Innenraumgestaltungen mitsamt Möbeln, Lampen und Wand-ornamenten über Wohnhausprojekte, Malerateliers, Hotel- und Museumsplanungen bis hin zu seiner Diplomarbeit mit dem Entwurf einer kompletten Friedhofsanlage.

Das architektonische Werk von Ernst Ludwig Kirchner wird auf der Mathildenhöhe Darmstadt in den Kontext seiner einfluss-reichen Lehrer Fritz Schumacher (ab 1908 Stadtbaumeister von Hamburg) und Paul Wallot (Architekt des Berliner Reichstags 1884-1894) sowie seiner Kommilitonen und späteren Brücke-Kollegen Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gestellt.

Kirchners Architekturentwürfe, insbesondere geprägt von Jugendstil und früher Moderne, weisen eine zum Teil frappierende Nähe zum Schaffen zeitgenössischer Architekten und Gestalter wie Peter Behrens, Erich Mendelsohn oder Joseph Maria Olbrich auf. Damit erschließt die Ausstellung neben einem monographischen Blick auf Kirchners Frühwerk zugleich ein spannendes Kapitel der Kulturgeschichte des Bauens um 1900.

Nicht zuletzt vermag das bedeutende Jugendstilkonvolut des späteren Brücke-Künstlers zu zeigen, um wie viel komplexer die Entwicklung der frühen Moderne verlaufen ist, als dies heutzutage weithin wahrgenommen wird. Kein Ort könnte für das Aufbrechen herkömmlicher Sehgewohnheiten und pauschaler Kategorisierungen geeigneter sein als die Mathildenhöhe Darmstadt zwischen Jugendstil, früher Moderne und Proto-Expressionismus.

Termine der Ausstellung

  • Samstag, 01.10.2011, 18:30 Uhr Ernst Ludwig Kirchner als Architekt
  • Sonntag, 16.10.2011, 15:30 Uhr Mit festem Fundament und »Jugendlicher Keckheit«
  • Donnerstag, 20.10.2011, 19:30 Uhr Vom Bau zum Bild. Ernst Ludwig Kirchner und die Architektur

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 11 – 18 Uhr

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